Josef Ahammer

Priester, Generalvikar der Diözese Linz.

* 1935    † 2017

 

Als Priester in der Jugendarbeit tätig

Josef Ahammer wurde am 18. Mai 1935 in Neukirchen bei Altmünster geboren. Nach Abschluss des Mittelschulstudiums am Kollegium Petrinum im Jahre 1955 trat er in das Priesterseminar Linz ein und wurde am 29. Juni 1960 im Mariendom in Linz zum Priester geweiht.

Nach seinen beiden Seelsorger Stellen als Kooperator in Rainbach im Mühlkreis und an der Stadtpfarre Linz-Urfahr wurde er am 1. August 1963 zum Diözesan-Kinderseelsorger und Geistlichen Assistenten der Katholischen Jungschar bestellt. Als solcher war er elf Jahre lang tätig. Vorher selber begeisterter Pfadfinder, war Ahammer von 1961 bis 1976 Landeskurat der oberösterreichischen Pfadfinder.

Koordinationsaufgaben und Entwicklungszusammenarbeit

Mit 15. Juli 1974 wurde Mag. Ahammer als Referent in das Bischöfliche Ordinariat berufen und mit der Leitung des gemeinsamen Sekretariates des Pastoral- und des Priesterrates sowie der Dechantenkonferenz betraut. Desgleichen wurde ihm im Rahmen des WEKEF (heute: Welthaus) die Betreuung der Missionsurlauber und der Entwicklungshelfer übertragen.

In Fortsetzung seiner langjährigen Verantwortung für die Dreikönigsaktion als Diözesan-Jungscharseelsorger bestätigte ihn die Österreichische Bischofskonferenz mit 1. Jänner 1977 als Präsidenten der Österreichischen Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA). Diese Funktion hatte er bis Ende 2008 inne.
20 Jahre war er auch zuständig für die Ständigen Diakone.

Pfarr-Seelsorger

Zusätzlich übernahm Josef Ahammer Aufgaben in der Pfarrseelsorge: ab 15. Juli 1974 als Expositus am Harterfeld (heutige Pfarre Leonding-Hart-St. Johannes), von 1976 bis 2011 als Kurat in der Pfarre Linz-St. Magdalena.

Langjähriger Generalvikar, Bischofsvikar und Domprobst

1982 wurde Mag. Ahammer in das Linzer Domkapitel berufen und wenig später – am 21. April 1982 – von Bischof Maximilian Aichern zum Generalvikar der Diözese Linz ernannt. Dieses Amt übte er bis Ende August 2003 aus.

Mit 1. September 2003 wurde Ahammer zum Bischofsvikar für Orden, Säkularinstitute und geistliche Gemeinschaften bestellt – das war er bis Ende Mai 2012. 2003 rückte er als neuer Dompropst an die Spitze des Linzer Domkapitels, in dieser Funktion wurde er Ende November 2014 emeritiert.

Durch seine Mitarbeit in der Bischof-Rudigier-Stiftung und im Dombauverein war er bei verschiedenen Projekten im Mariendom und im Domumfeld engagiert.

Von Herbst 2003 bis Anfang 2016 war Josef Ahammer Hausdirektor im Linzer Bischofshof.

Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem

Prälat Ahammer war auch Prior der Komturei Linz der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, er war Bischöflicher Kommissär der Franziskusschwestern und der Elisabethinen in Linz, wo er bis zuletzt wohnte.

Päpstlicher Ehrenprälat und zahlreiche weitere Auszeichnungen

Für seine Verdienste wurde ihm 1984 der Titel Päpstlicher Ehrenprälat verliehen. Weiters erhielt er 1985 das Ehrenzeichen für Verdienste um die oberösterreichische Jugend, 1995 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich, 2002 die Silberne Palme von Jerusalem und 2009 den Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit.

Letzte Ruhestätte am St. Barbara Friedhof

Josef Ahammer ist begraben in der Grabstätte des Linzer Domkapitels auf dem St. Barbara-Friedhof in Linz.

Links und Quellen


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